„Die zehn Maßnahmen gegen digitale sexualisierte Gewalt der schwarz-grünen Koalition sind ein entscheidender Schritt zum besseren Schutz von Frauen vor digitaler sexualisierter Gewalt“, erklärt die Landesvorsitzende der Frauen Union Schleswig-Holstein, Cornelia Schmachtenberg, anlässlich der Vorstellung des Maßnahmenpakets.
„Digitale sexualisierte Gewalt ist leider Teil des Alltags vieler Frauen und Mädchen. Das jüngste prominente Beispiel, die Opfer digitaler sexualisierter Gewalt geworden ist, ist Collien Fernandes – ein erschreckender Fall, der auf bedrückende Weise zeigt, wie schwerwiegend die Auswirkungen für die betroffene Frau sind. Beleidigungen, gezielte Einschüchterung oder das Verbreiten intimer Inhalte im Netz hinterlassen tiefe Spuren bei den Betroffenen. Dass die schwarz-grüne Koalition hier nun nachschärft, ist vor dem Hintergrund der zunehmenden digitalen Gewalt richtig und notwendig.
Digitale sexualisierte Gewalt ist kein Randphänomen. Dass das Thema jetzt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, ist ein wichtiger Schritt. Sichtbarkeit hilft, Betroffenen zu zeigen: Ihr seid nicht allein. Diese öffentliche Präsenz kann dazu beitragen, dass mehr Betroffene den Mut finden, über ihre Erfahrungen zu sprechen und Unterstützung zu suchen.
Gleichzeitig gibt es nach wie vor viele Frauen und Mädchen, die unsicher sind, ob sie bereits von digitaler sexualisierter Gewalt betroffen sind. Viele wissen gar nicht genau, wo die Grenze überschritten wird – etwa bei der unerlaubten Weitergabe von Bildern, bei gezielter Belästigung oder bei subtilen Formen digitaler Einschüchterung. Umso wichtiger sind daher hier die geplanten Aus- und Fortbildungen bei der Landespolizei, in der Justiz sowie in der Kinder- und Jugendarbeit.
Besonders positiv ist hervorzuheben, dass im Maßnahmenpaket auch die spezifischen Besonderheiten digitaler sexualisierter Gewalt stärker berücksichtigt werden. Dazu zählen die Dynamiken digitaler Plattformen sowie die besonderen Anforderungen an die Beweissicherung. Digitale Gewalt funktioniert anders als analoge Gewalt: Inhalte verbreiten sich rasend schnell, sind schwer kontrollierbar und oft dauerhaft abrufbar. Durch die Stärkung der technischen Ausstattung sowie der Ausweitung der Ermittlungs- und Analysefähigkeiten der Landespolizei können Täter wirksam verfolgt und Betroffene geschützt werden“, so Schmachtenberg abschließend.
Verantwortlich:
Cornelia Schmachtenberg

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